Mit der Zurverfügungstellung von Visio 2010 und Sharepoint Designer 2010 ist es nun erstmals möglich mit Office Produkten die Modellierung von Prozessabläufen vornehmen zu können. Damit ist es möglich, durchgängig - beginnend mit der Analyse anhand von Interviews, oder z.B.: der Bildkartenmethode - Prozesse mittels BPMN (Business Process Modelling Notation)in Visio zu dokumentieren und diese in einen Sharepoint Workflow (manuell) überzuführen. Bei einfacheren Prozessen ist dies auch ohne BPMN Dokumentation direkt als Sharepoint Workflow mittels Visio sinnvoll bzw. möglich.

Beginnend mit der Ersterhebung, die aufgrund der gleichzeitigen Interaktionsanforderung der beteiligten Wissensträger (solange Touch Tables noch nicht verbreitet sind), noch mit klassischen Hilfsmitteln erfolgt, führt der Weg über Visio und Sharepoint Designer zum publizierten Workflow bzw. Prozessmodell. Damit ist es nun mit Office 2010 möglich, kostengünstig Anwendungsszenarien umsetzen zu können - ohne Applikationen entwickeln zu müssen - ohne Codierung - rein deklarativ - grafisch. Fairerweise sei allerdings auch angemerkt, das bei komplexen Workflowszenarien – wie z.B.: Schleifen – Grenzen gesetzt sind. Das bedeutet allerdings nicht das o.a. Szenario nicht anwendbar ist. Für die Detailimplementierung ist allerdings dann nach wie vor Visual Studio 2010 erforderlich. Die Möglichkeit erstellte WSP Pakete (mittels o.a. Szenarios) direkt in Visual Studio 2010 importieren zu können erleichtert die Arbeit aber auch für komplexere Workflows. Es wird spannend werden wie sich Visio 2010 und Sharepoint Designer 2010 weiter entwickeln werden, zumal mit der Workflow Foundation welche mit .NET 4.0 mitkommt noch einiges an Potential zu erwarten ist.